Soziale & kulturelle Teilhabe – Das Gute Leben für ALLE*

Wir machen uns schon länger Gedanken über kulturelle Teilhabe. Und was uns aufgefallen ist, ist dass sich die Welten von Menschen mit und ohne Kinder irgendwie schleichend trennen. Dass Eltern und gerade Alleinerziehende Menschen schnell isoliert sind und sich nur mehr für die „notwendigsten“ Dinge wie z.B. die Arbeit von ihren Familienpflichten loseisen. Das was womöglich schnell mal auf der Strecke bleibt, ist das einfach wo dabei und/oder sein, weil es sich gut anfühlt. Ohne kulturelle und soziale Teilhabe wird das Leben ganz schnell blass und still und so soll das nicht sein!

Also, möchte ich @GAIAs Stadthäuschen und im Verein MARK kulturelle und soziale Räume und Veranstaltungen so gestalten und organisieren, dass auch Menschen mit Kindern kommen können. Wir sind keine Rabeneltern, wenn unsere Kinder nicht um 18.30 brav am eigenen Küchentisch sitzen. Wir sind wunderbare Eltern wenn wir dafür sorgen, dass wir inspirierte, glückliche, gesellschaftlich sinnvoll und persönlich freudebringende Alltagsleben haben.

Also, wenn du das nächste Mal denkst: Ach, ich würde so gern zur Community Kitchen/Vernissage/… aber das fängt ja erst um 18.30/ist ja erst um 20 Uhr zu Ende, da möchte das Kind ja essen/Hausaufgabe machen/spielen/lesen. Kommt einfach her und seid da – so wie ihr seid! Wir haben eine Küche, es gibt ruhige Plätze zum Schreiben, Lesen, Zähneputzen und schon mal zur Ruhe kommen und jede Menge spannende Menschen, die es wert sind, dass Dein Kind schon jetzt mitbekommt was wir hier so tun.

Es braucht ja das besagt Dorf um ein Kind zu erziehen und wir im MARK können so ein kleiner urbaner Dorfplatz und die Menschen darin sein – zumindest hab ich mir vorgenommen das als Mama selber zu leben und immer wieder andere dazu anzuregen und zu ermutigen aus unseren „Familienzonen“ raus zu kommen bzw. auch den Menschen ohne Kindern zu zumuten Freude und Inspiration am Kontakt mit der Next Generation zu haben. Warum sollen immer nur Familien sich gegenseitig unterstützen – ich bin davon überzeugt,

FOTO von Julian & Flynn!

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Das gleiche gilt für all unsere feinen Unternehmungen draußen, da on the road in the forest on the meadows…

Im Netz des Lebens – Wohlbefinden am seidenen Faden…

Es wurde ja schon gefühlte 100.000x gesagt und geschrieben, dass 2020 unsere Welt verändert hat. Und ja, definitiv gibt es viele Gewohnheiten und Mechanismen, die einem GUTEN LEBEN FÜR ALLE – auch den MEHR-ALS-MENSCHLICHEN WESEN ohnehin nicht gut tun. Wie zynisch, dass es es eine Gesundheits- und Wirtschaftskrise in der „ersten Welt“ – und damit noch mehr leidende Wesen – braucht, um deutlich zu spüren wie krank unser System ist. Wie grausam, dass es selbst unter diesen Umständen für die herrschenden, dominanten Systemerhalter*innen nicht selbstverständlich ist, die geltenden Normen, Regeln und Praktiken mit sofortiger Wirkung zu hinterfragen und bestmöglich zu verändern.

Dass nun gerade DIEjenigen Bereich, die für eine nachhaltige Welt am dringendsten benötigt werden am stärksten von „den Maßnahmen“ betroffen sind – VERANSTALTUNGS- und VERSAMMLUNGSFREIHEIT, BILDUNG, KUNST & KULTUR, FAMILIE & FREUNDE und damit verbunden NÄHE, AUSTAUSCH, UNMITTELBARKEIT und SINNLICHE ERFAHRUNGEN – entbehrt einer schmerzhaften Ironie nicht.

Gerade die Change Makers sind nun WIRKLICH gefordert. Und wir dürfen nun im Schnellverlauf sehen ob das zu Lernende – RESILIENZ, AmbiguitätsTOLERANZ, SituationsELASTIZITÄT, ErgebnisOFFENHEIT, PotentialOTIENTIERUNG – anwenden können, wenn es darauf ankommt – nämlich JETZT. Was geblieben ist und sich als wahrhaftig überdimensionalen Spielfeld zeigt ist, ist die Symbiose von NATUR und dem digitaler RAUM. KÖRPER und GEIST in ihrer kristallisierten Form verbinden – ein Spagat während wir (ich) eigentlich noch bei den Dehnungsübungen waren.

Ein anderes Bild, das in der Tiefenökologie für die WESENSTIEFE der TRANSFORMATION steht ist die Verwandlung der Raupe in den Schmetterling. Danke an Andrea (Plano Alto, CH), der mir das mal in einer herausfordernden Zeit diesen – manchen von Euch bereits bekannten Text – von Geseko von Lüpke, (Zukunftsforscher und Autor) geschickt hatte:

Imago-Zellen

„Wir befinden uns fraglos in einem spannenden Zustand des Übergangs, an dem unendlich viele Menschen mitweben. Gerade weil dieses Gewebe voller Muster und Ebenen ist, lässt es sich nur schwer beschreiben. Der alternative Nobelpreisträger Nicanor Perlas war selber jahrelang auf der Suche nach so einem Bild, welches das Gewebe des Wandels in ein für jeden verständliches Bild brachte. Und er fand es schließlich in dem, was die moderne Biologie heute über die Transformation der Raupe zum Schmetterling weiß: 

Wenn sich eine Raupe in ihren Kokon einspinnt, dann entstehen – so wissen wir heute – in ihrem Körper neue Zellen, die von der Wissenschaft „Imago-Zellen“ genannt werden. Sie schwingen in einer anderen Frequenz als der Rest des Raupenkörpers. Sie sind so andersartig, dass das Immunsystem der Raupe sie für feindliche Fremdkörper hält, sie angreift und verschling. Aber diese neuen Imago-Zellen tauchen erneut im Raupenkörper auf und werden immer mehr. Schon bald kann das Immunsystem der Raupe diese Zellen nicht mehr schnell genug vernichten. So überleben immer mehr der Imago-Zellen diese Angriffe. Und dann passiert etwas Erstaunliches: Die kleinen und bis dahin ziemlich einsamen Imago-Zellen beginnen sich in kleine Gruppen zu verklumpen. Dabei schwingen sie auf einer ähnlichen Ebene und beginnen von Zelle zu Zelle, Informationen miteinander auszutauschen. Die Klumpen von Imago-Zellen beginnen Gruppen zu bilden! Dann, an einem bestimmten Punkt, scheint dieser lange Faden von Imago-Zellen plötzlich zu begreifen, dass er etwas ist. Etwas anderes als die Raupe. Etwas Neues! Und mit der Erkenntnis einer eigenen Identität verwandelt er den alten Raupenkörper von Innen. Diese Erkenntnis ist die eigentliche Geburt des Schmetterlings. Denn damit kann jetzt jede Schmetterlingszelle ihre eigene Aufgabe übernehmen. Für jede der neuen Zellen ist etwas zu tun, alle sind wichtig. Jede Zelle beginnt das zu tun, wo es sie am meisten hinzieht. Und alle anderen Zellen unterstützen sie darin, genau das zu tun.

 Was die Natur als perfekte Methode, einen Schmetterling zu erschaffen, vormacht, könnte als Analogie für die Prozesse der gesellschaftlichen und kulturellen Transformation der Gegenwart dienen. Menschen, die für neue Möglichkeiten wach werden, sind so etwas wie die Imago-Zellen der Gesellschaft. Der Prozess der sozialen Transformationen beginnt mit dem Auftauchen von Individuen, welche die Samen der Zukunft in sich tragen. Sie sind „imaginativ“, indem sie in ihrem Sein und ihrer Identität einen Aspekt der zukünftigen Wirklichkeit in sich tragen. Diese innovativen Individuen sind so etwas wie Fackelträger einer sich entfaltenden Zukunft. Sie mögen Rückschläge erleben, sind jedoch in ihrer Dezentralität nicht zu eliminieren. Um sich durchzusetzten müssen die verschiedenen Bewegungen, die in sich als Samen die verschiedenen Möglichkeiten einer Zukunft tragen, lernen, so zusammenzukommen, dass sie sich gegenseitig in ihren jeweiligen Identitäten und Fähigkeiten unterstützen und stärken. Gesellschaftliche Transformation wird erst dann wirklich möglich, wenn diese ganz verschiedenen Identitäten es lernen, mit- und untereinander eine Synergie zu schaffen. Das steht uns bevor.“

ODER AUCH DIESE VERSION:

Die Parabel vom Schmetterling
„Eines Tages erschien eine kleine Öffnung in einem Kokon; ein Mann beobachtete den zukünftigen Schmetterling für mehrere Stunden, wie dieser kämpfte, um seinen Körper durch jenes winzige Loch zu zwängen. Dann plötzlich schien er nicht mehr weiter zu kommen. Es schien als ob er so weit gekommen war wie es ging, aber jetzt aus eigener Kraft nicht mehr weitermachen konnte. So beschloss der Mann, ihm zu helfen: Er nahm eine Schere und machte den Kokon auf. Der Schmetterling kam dadurch sehr leicht heraus.
Aber er hatte einen verkrüppelten Körper, er war winzig und hatte verschrumpelte Flügel. Der Mann beobachtete das Geschehen weiter, weil er erwartete, dass die Flügel sich jeden Moment öffnen und sich ausdehnen würden, um den Körper des Schmetterlings zu stützen und ihm Spannkraft zu verleihen. Aber nichts davon geschah Stattdessen verbrachte der Schmetterling den Rest seines Lebens krabbelnd mit einem verkrüppelten Körper und verschrumpelten Flügeln. Niemals war er fähig zu fliegen.
Was der Mann in seiner Güte und seinem Wohlwollen nicht verstand, dass der begrenzende Kokon und das Ringen, das erforderlich ist damit der Schmetterling durch die kleine Öffnung kam, der Weg der Natur ist, um Flüssigkeit vom Körper des Schmetterlings in seine Flügel zu fördern. Dadurch wird er auf den Flug vorbereitet sobald er seine Freiheit aus dem Kokon erreicht. Manchmal ist das Ringen genau das, was wir in unserem Leben benötigen. Wenn wir durch unser Leben ohne Hindernisse gehen dürfen, würde es uns lahm legen. Wir wären nicht so stark, wie wir sein könnten, und niemals fähig zu fliegen.

Leben ist das was einfach passiert!

Da bin ich wieder.

Die Datumseinstellungen der Posts sagen mir, dass es 8 – ja richtig 8 Jahre!! – her ist seit ich das letzte Mal an dieser Seite gewerkt habe. Ist das wirklich sooo lange her? Wieso? Was hast du denn gemacht?

Die Antwort könnte nächtelang lang sein und viel Schönes, Bewegendes, aber auch Irritierendes an Lebensereignissen erzählen. Wie bei jeder und jedem von Euch. Schlussendlich handelt die Geschichte von Wünschen – Loslassen – Lernen – Familie – Schatten – Flow – Ankommen – Wurzeln – Zukunft – vielleicht auch nur Zeit. Das Prinzip das wie ich glaube alles andere antippt und in Schwung hält ist RESONANZ. Das worum es uns letztendlich immer geht ist das WESENSGEMÄSSE SEIN. Und unsere Möglichkeiten unserem Leben – und damit unserer Seele diese Erfahrungen zu bescheren, sind genial vielfältig. So unglaublich vielfältig, dass ich mich bisher gar nicht wirklich entschieden habe womit ich werken und wirken will. Und womöglich muss das auch gar nicht sein!

Sobald DU/IHR hier gemeinsame mit mir/uns seit und wir uns auf das einlassen, was sich gerade zeigt, kann – so wie Novalis sagt – „Alles zum Zauberwerkzeug werden“.

Zum obigen Bild: Heute/gestern ist Imbolc, (Maria) Lichtmess. Die dieser Tagesenergie innewohnende Personifikation ist BRIGID. Schutzgöttin des Schmiedens (und damit ist mehr gemeint als das Formen eines metallenen Gegenstands), der Künste und kulturellen Güter und vor allem des Feuer und der Heilkunst. Bestimmt ein wunderbarer (Sonn)Tag um genau das zu tun wonach Euch wirklich, wirklich ist!

Mit herzlichen Grüßen, Christina

Herbst-Workshop: Im Fluss des Lebens unterwegs

Am kommenden Wochenende ist es soweit – das 2. „Naturbegleitet“-Seminar macht sich auf den Weg… Last-minute-TeilnehmerInnen sind nach telefonischer Anmeldung willkommen! naturreflex@gmx.at, Tel. 0650/4557055

DEMNÄCHST: OUTDOOR-SEMINAR „NATURBEGLEITET – DEM GLÜCK AUF DER SPUR“

 Wir bewegen uns durch unterschiedliche Landschaften, arbeiten mit Naturmaterialien sowie einfache darstellende Techniken und Aufstellungen. Die teilnehmenden Menschen und die Seminarleitung achten gemeinsam und selbstverantwortlich auf körperliches Wohlbefinden und die Sicherheit der Gruppe unter den Bedingungen von Naturnähe, Achtsamkeit und Selbstversorgung.

Seminarziel:

Erleben und Handeln in der freien Natur als wertvoller Ergänzung zum Analysieren und Planen zwischen vier Wänden schaffen Raum um Bestehendes Wertzuschätzen, Unnützes zu verabschieden und Zukünftiges einzuladen.

Die Wochenenden sind einzeln buchbar. Die Teilnahme an beiden Seminarwochenenden im Abstand von zwei Monaten (Mittsommer + Herbstbeginn) mit einem optionalen Zwischengespräch bietet ein vertieftes Einlassen auf persönliche Entwicklungsprozesse an.

 Zielgruppe:

  • Studierende in Orientierungs- und Veränderungsphasen
  • DiplomandInnen, DissertantInnen
  • Berufs- und Wiedereinsteigende, Arbeitssuchende
  • Menschen, die ihren  „roten Faden“ finden und aufgreifen wollen

Methoden:

  • Naturerfahrungen
  • Kreativtechniken
  • Szenisches Arbeiten
  • Wahrnehmungsübungen
  • Moderationen, Einzel- und Gruppenarbeiten

KURSANMELDUNG:

Anmeldungen bis 25. Juni 2012 bei der Seminarleitung: Christina Pürgy, naturreflex@gmx.at, Tel. 0650-4557055

Flyer/Plakat ist versand- und druckfertig!

Hallo Frischluft-AktivistInnen, SchneestapferInnen, BergfexInnen, FlussschwimmerInnen, FeuerbrutzerlInnen!

Nun ist der Flyer in Eigenkreation fertiggestellt und wir geschwind unter die Leute gebracht – als Aushang, Mailversand, in die Hand gedrückt und weiter erzählt…

Schnell anmelden! Für beide Wochenenden oder auch nur Eines – wie es in Deinen Weg gut hinein passt. Mail mit Kontaktdaten an: naturreflex@gmx.at  Wer Zeit hat kommt zu den Infoabenden ins Cafe Shakespeare (jeweils 19 Uhr: 26.1. und 1.2.)

Willkommen bei NaturReflex!

NaturReflex ist

  • eine Reaktion auf die Herausforderung ein Diplomprojekt zum Abschluss meiner Trainerausbildung zur Systemischen Prozessgestalterin durchzuführen.
  • ein Zeichen für Menschen, die sich einlassen auf einen
  • Raum für tiefes Entdecken und systemisches Tun.
  • die Zeitspanne oder auch der Moment, die wir uns geben und nehmen um spontan und authentisch zu handeln und dabei zu lernen.
  • ein Prozess, der gerade beginnt und sich schöpferisch entfaltet,
  • eine Begegnung mit Natur / den Anderen /unserem ökologischen, physischen, mentalen und spirituellen Selbst /
  • ein wissenschaftlich beschriebenes Phänomen, aber weitaus mehr
  • ein Teil des Großen Ganzen, dessen Teil wir alle sind
  • die Resonanz von Organismen und
  • hoffentlich bald ein Team- ein lebendiges, wandlungs- und tragfähiges Netz.

PS: In den folgenden Tagen und Woche werde ich hier regelmäßig Artikel posten. Interessierte LeserInnen finden hier Informationen sowie persönliche Gedanken und Beobachtungen zu systemischer Prozessgestaltung, Erlebnispädagogik nach Plano Alto sowie Tiefenökologie und Ökopsychologie.

Viel Freude beim Lesen & Kommentieren wünscht Euch (ich werde im Blog ein respektvolle „Du“ pflegen),

Christina